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Notruf

Gebühren steigen moderat

März 06, 2026

Trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten ist es dem NWA gelungen, die Gebühren in den vergangenen drei Jahren konstant zu halten. Damit wir auch künftig in die Sicherheit und Qualität unserer Netze investieren können, ist angesichts gestiegener Kosten nun eine moderate Gebührenanpassung erforderlich. Hier die vier Hauptgründe für den Anstieg:

1. Steigende Sach- und Energiekosten
Die Explosion dieser Kosten spürt jeder im Alltag. Natürlich wirken sie sich auch auf den NWA aus. 
•    Energie: Strom und Brennstoffe kosten heute bis zu 45 % mehr als 2020. Da beispielsweise Wasserwerke und Pumpstationen Dauerläufer sind, schlägt dies direkt ins Kontor.
•    Material und Bau: Die Preise für Baustoffe liegen ca. 40 % über dem Vorkrisenniveau. Die Ausschreibungen einzelne Projekte kosten heute sogar das Zwei- bis Dreifache im Vergleich zu 2020.
•    Dezentrale Entsorgung: Nach einer europaweiten Ausschreibung der Abfuhr stiegen die Gebühren bereits zum 01.01.2024 um über 60 %. Die Umlage auf die Kunden konnte der NWA bisher durch die Nutzung von Rücklagen abfedern. Mitte 2026 wird die erneute europaweite Ausschreibung der Dienstleistung fällig. 

2. Strategische Personalplanung (Generationenwechsel)
Der NWA steht vor einer Pensionierungswelle. Bis 2030 gehen etwa 10 erfahrene Mitarbeiter in den Ruhestand. 
•    Doppelbesetzungen: Um einen reibungslosen Übergang zu garantieren und die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden, finanziert der Verband zeitweise zwei Personen für eine Stelle. Das erhöht kurzfristig die Personalkosten (insgesamt +23,5 % seit 2020), sichert aber langfristig die Stabilität.
•    Ausbildung: Erstmals bildet der NWA selbst aus, um dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken.

3. Investitionen in die Betriebssicherheit
Der NWA investiert 2025 über 12,5 Mio. €. Das Besondere: Während die Zahl der Neuanschlüsse im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten zurück geht, verschiebt sich der Schwerpunkt der Investitionen nun in Richtung Stärkung der Krisensicherheit. 
•    Netzoptimierung: Krisensicherer Ausbau und Neugestaltung der Wasserwerke und Leitungssysteme, Modernisierung der Brunnengalerien. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Neugestaltung der Abwasserreinigung sein, da die Berliner Wasserbetriebe angekündigt haben, ab 2040 kein Schmutzwasser von Brandenburger Unternehmen mehr aufzunehmen. 
•    Digitalisierung: Ausbau moderner Fernwirktechnik und Energiemanagementsysteme.

4. Klimafolgen 
Auch das Wetter verursacht Kosten, die der Verband nicht direkt steuern kann:
•    Fremdwasser: Durch häufigere Starkregenereignisse gelangt mehr Wasser in das System, das an Kläranlagenbetreiber teuer bezahlt werden muss. 2023 waren es 17.000 Kubikmeter, 2024 schon 25.000 Kubikmeter.

Die neuen Gebühren im Überblick (seit 01.01.2026)
Für die überwiegende Mehrheit der Beitragszahler (98 Prozent) ist der Anstieg moderat.


 

FÖRDERUNGEN  

Erstellung einer Machbarkeitsstudie (LP 1 und 2) für das WASSERWERK PRENDEN    Details ...

Erstellung einer Machbarkeitsstudie (LP 1 und 2) für das WASSERWERK BASDORF     Details ...

Erstellung einer Machbarkeitsstudie (LP 1 und 2) für KLÄRANLAGE BOGENSEEE mit Schmutzwassernetz     Details ...

 

 

 

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