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Deutliche Verbesserung der Trinkwasserqualität durch intensive Rohrnetzspülungen

Deutliche Verbesserung der Trinkwasserqualität durch intensive Rohrnetzspülungen

Dezember 02, 2020

Im September und Oktober wurde straßenweise das komplette Rohrnetz des NWA gespült. Aktuelle Proben zeigen nun: Die Qualität des Trinkwassers hat sich seitdem deutlich verbessert.

In mehreren Siedlungsabschnitten von Wandlitz hatte „schwarzes“ Trinkwasser bei den Kunden des NWA für Unbehagen gesorgt. Um die Belastung des Wassers mit gelösten Mangen- und Eisenpartikeln zu mindern, hatte der Wasserverband die turnusmäßigen Herbstspülungen des Rohrnetzes um einen Monat vorgezogen.

Anwendung neuester Reinigungstechnologie

Um nachhaltige Erfolge zu erzielen, hat der NWA eine völlig neue Technologie eingesetzt. Statt des bisher bundesweit üblichen Luftwasserspülens wurde ein modernes Saugverfahren, das Unterdruck vermeidet, eingesetzt. Dem NWA ist es trotz hoher Nachfrage anderer Verbände gelungen, das Unternehmen kurzfristig für die Spülungen in Lanke, Prenden, Zerpenschleuse sowie im nördlichen Teil von Klosterfelde zu gewinnen. Mitte September wurde dort gespült. Die Laborergebnisse danach zeigen die niedrigsten Werte an Mangan und Eisen im Verbandsgebiet. Zusätzlich wird das Unternehmen ab dem 9. November an den Hotspots des Gebietes spülen. Außerdem wurde ein einwöchiger Einsatz in der Frühjahrskampagne vorgemerkt.

Die meisten Laborproben weisen keine Grenzwertüberschreitungen mehr auf

Im gesamten Zeitraum wurden Laborproben an 100 Prüfstellen im Gemeindegebiet entnommen. Nun liegen die Ergebnisse der letzten Analysen vom 16. Oktober vor. Bei den meisten Proben ist eine deutliche Verbesserung der Trinkwasserqualität zu verzeichnen. Bei den bisherigen Hotspots Louisenhain, Bogenheide, Wegenerstraße und in der Rahmerseesiedlung ist wieder eine Versorgung entsprechend der Trinkwasserverordnung gegeben. Der NWA ist mit seinen Spülungen also auf dem richtigen Weg. In den Ortsteilen von Wandlitz, Stolzenhagen und Basdorf mit vorsorglichen Verbrauchsbeschränkungen (siehe Pressemeldung vom 17. September 2020) werden alle 14 Tage Proben entnommen. Erst wenn mehrere aufeinanderfolgende Proben ohne Grenzwertüberschreitungen vorliegen, wird die vorsorgliche Verbrauchbeschränkung für Säuglinge und Kleinkinder aufgehoben. Sobald das Trinkwasser im gesamten Verbandsgebiet wieder einwandfrei ist, veröffentlicht der NWA unverzüglich eine Mitteilung auf seiner Website, durch Presseerklärung und Postwurf an die betroffenen Haushalte. Damit ist nicht vor Anfang Dezember zu rechnen.

Die aktuellen Probenergebnisse finden Sie hier.
 

Abkochgebot für sieben Haushalte in Rahmersee

Im Brunhilde-/Sieglindeweg in der Rahmerseesiedlung wurden ebenfalls an einem Hydrantenstandrohr coliforme Keime nachgewiesen. Matthias Kunde, Verbandsvorsteher des NWA, erklärt dazu: „Bei jedem Spülvorgang greifen wir in das sensible, in sich geschlossene Trinkwassernetz ein. Da sich diese Keime überall in der Natur befinden, beispielsweise in der Erde oder auf der Haut, kann es trotz höchster Vorsicht passieren, dass Keime ins System eingetragen werden.“ Das Gesundheitsamt hat für die betroffenen sieben Haushalte eine Abkochanordnung erlassen.

Prinzipiell sind coliforme Keime nicht gefährlich für den Menschen. Es sind Indikatorkeime, noch keine Krankheitserreger. Amtsärztin H. Zander vom Gesundheitsamt Barnim: „Bei abwehrgeschwächten Personen wie Säuglingen und Kindern, älteren Personen, Personen mit geschwächtem Abwehrsystem z. B. nach Chemotherapie, Knochenmarktransplantation oder Cortisontherapie, ist eine gesundheitliche Gefährdung nicht auszuschließen. Deshalb haben wir entsprechend der Richtlinien der WHO ein vorsorgliches Abkochgebot für die Haushalte in der Siedlung Rahmersee erlassen.“

Die vom Abkochgebot betroffenen Bürger wurden durch den NWA per Postwurf informiert. Nur die Haushalte, die einen solchen Brief erhalten, sind von diesem Gebot betroffen.

Öffentliche Einrichtungen (KITAs, Schulen und Pflegeeinrichtungen) werden durch das Gesundheitsamt geprüft.

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